{"id":88,"date":"2014-08-21T15:56:21","date_gmt":"2014-08-21T13:56:21","guid":{"rendered":"https:\/\/lisa-mcabbey.comwordpress\/?page_id=88"},"modified":"2018-11-23T13:21:39","modified_gmt":"2018-11-23T11:21:39","slug":"hintergrundinformationen-zum-buch-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/lisa-mcabbey.com\/?page_id=88","title":{"rendered":"Hintergrundinformationen zum Buch"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"fontplugin_fontid_34693_MTCORSVA\" style=\"font-size: 25px;\"><strong>Hintergrundinformationen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Der historische Roman &#8222;Lady ohne Furcht und Tadel&#8220; (vormals: &#8222;Reise nach Edinburgh&#8220;) spielt im England des Jahres 1754, etwa <a href=\"https:\/\/lisa-mcabbey.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Culloden_David_Morier.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-126\" src=\"https:\/\/lisa-mcabbey.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Culloden_David_Morier-300x163.jpg\" alt=\"Culloden_(David_Morier)\" width=\"300\" height=\"163\" srcset=\"https:\/\/lisa-mcabbey.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Culloden_David_Morier-300x163.jpg 300w, https:\/\/lisa-mcabbey.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Culloden_David_Morier.jpg 390w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>acht Jahre nach dem verheerenden &#8222;<strong>Battle of Culloden&#8220;<\/strong>. In dieser letzten Schlacht auf britischem Boden wurden die sogenannten Jakobiter (engl. <em>Jacobites<\/em>) unter ihrem Anf\u00fchrer Bonnie Prince Charlie am 16. April 1746 von den britischen Regierungstruppen unter dem Kommando des Herzogs von Cumberland vernichtend geschlagen.<\/p>\n<p><strong>Jakobiter<\/strong> nannte man die Anh\u00e4nger des fr\u00fcheren K\u00f6nigshauses der Stuarts, dessen letzter Vertreter, James II von England und VII von Schottland, im Herbst 1688 ins Exil nach Frankreich geflohen war. Seine pro-katholische Politik hatte die anglikanischen Parteien Gro\u00dfbritanniens dazu bewogen, Wilhelm III von Oranien-Nassau, den protestantischen Ehemann von James&#8216; Tochter Mary, samt seiner Armee ins Land zu holen. Sowohl das englische als auch das schottische Parlament erkl\u00e4rten Mary und Wilhelm zu ihren rechtm\u00e4\u00dfigen Monarchen (sog. Glorreiche Revolution).<br \/>\nJames und seiner Familie (seine zweite Ehefrau Maria von Modena hatte im Juni 1688 den Sohn James Francis Edward geboren) wurde von Louis XIV in Frankreich Zuflucht gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Die Anh\u00e4nger der Stuarts versuchten \u00fcber die n\u00e4chsten Jahrzehnte hinweg, die alte Herrschaftsordnung wiederherzustellen und James II (nach dessen Tod 1701 seinen Sohn James Francis Edward als James III, auch genannt &#8222;The Old Pretender&#8220; oder &#8222;King over the Water&#8220;) zur\u00fcck auf den Thron zu bringen. Die jakobitischen Aufst\u00e4nde von 1689, 1708, 1715, 1719 und 1745 wurden dabei von den verschiedensten Gruppen &#8211; Katholiken, Protestanten, Schotten, Engl\u00e4ndern, Iren &#8211; aus den unterschiedlichsten Beweggr\u00fcnden unterst\u00fctzt, waren aber allesamt erfolglos.<\/p>\n<p>Nachdem Mary und Wilhelm als auch deren Nachfolgerin Anne, Marys j\u00fcngere Schwester, ohne \u00fcberlebende Nachkommen verstorben waren, wurde 1714 der deutsche Kurf\u00fcrst Georg von Braunschweig-L\u00fcneburg (&#8222;Kurhannover&#8220;) als n\u00e4chster protestantischer Verwandter <strong>K\u00f6nig von Gro\u00dfbritannien (George I)<\/strong>. Die jakobitischen Bem\u00fchungen richteten sich fortan gegen das Haus Hannover, dem ab 1727 George II, der Sohn von George I, vorstand.<\/p>\n<p>Der letzte gro\u00dfe Aufstand der Jakobiter (&#8222;The Forty-Five&#8220;) wurde von Charles Edward <a href=\"https:\/\/lisa-mcabbey.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Fotolia_61243581_XS.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-171\" src=\"https:\/\/lisa-mcabbey.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Fotolia_61243581_XS-264x300.jpg\" alt=\"Bonnie Prince Charlie\" width=\"152\" height=\"171\" \/><\/a>Stuart, dem 1720 geborenen Sohn von James Francis Edward, angef\u00fchrt, auch genannt <strong>&#8222;Bonnie Prince Charlie&#8220;<\/strong> oder &#8222;The Young Pretender&#8220;. Nach anf\u00e4nglichen Erfolgen und einem Marsch bis nach Derby wurde seine vor allem aus schottischen Highland-Clans bestehende Armee am 16. April 1746 im Culloden Moor in der N\u00e4he von Inverness von den britischen Regierungstruppen unter dem Befehl des Herzogs von Cumberland, dem dritten Sohn von K\u00f6nig George II, vernichtend geschlagen.<\/p>\n<p>Bonnie Prince Charlie entkam auf einer mehrmonatigen abenteuerlichen Flucht nach Frankreich (dazu geh\u00f6rte auch seine Verkleidung als Zofe der seither ber\u00fchmten Flora McDonald), w\u00e4hrend die Regierungstruppen auf Befehl des <strong>Herzogs von Cumberland<\/strong> die Highlands mit brutalen Vergeltungsma\u00dfnahmen \u00fcberzogen &#8211; Exekutionen, Verhaftungen, Pl\u00fcnderungen und Brandschatzungen. W\u00e4hrend der Herzog in London als\u00a0 Held gefeiert wurde, verpasste man ihm in Schottland aufgrund seines unbarmherzigen Vorgehens den Beinamen &#8222;The Butcher&#8220;.<br \/>\nAus Angst vor neuerlichen Aufst\u00e4nden wurde den Clans das Tragen von Waffen und Kilts verboten, die g\u00e4lische Kultur und Sprache zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, das Clan-System aufgehoben, Enteignungen vorgenommen und neue Milit\u00e4rfestungen errichtet (zB Fort George bei Inverness).<\/p>\n<p>Auch nach 1746 gab es noch einzelne jakobitische Aktionen, doch verlor die jakobitische Bewegung nach Culloden deutlich an Kraft.<br \/>\n1750 reiste Bonnie Prince Charlie heimlich nach London, 1752 wurde ein Versuch unternommen, die k\u00f6nigliche Familie zu entf\u00fchren (&#8222;Elibank Plot&#8220;), und 1759 plante Frankreich eine <strong>Invasion Gro\u00dfbritanniens<\/strong>, an der der jakobitische Prinz mitwirken sollte, die aber schlie\u00dflich &#8211; auch dank des erfolgreichen britischen Spionagesystems &#8211; kl\u00e4glich scheiterte.<br \/>\nInvasions\u00e4ngste waren in Gro\u00dfbritannien seit vielen Jahren weit verbreitet und wurden vom ber\u00fchmten Schauspieler David Garrick 1750 sogar in einem Lied verarbeitet.<\/p>\n<p>Sowohl auf Seiten der Jakobiter als auch der britischen Regierung wurden zahlreiche Geheimagenten eingesetzt. Sir Robert Walpole, Premierminister unter George I und George II, hatte ein effizientes <strong>Spionagesystem<\/strong> aufgebaut, das sich \u00fcber ganz Europa erstreckte.<br \/>\nAuf Seiten der Jakobiter ist auch der Einsatz einer weiblichen Agentin dokumentiert, Eleanor de M\u00e9zi\u00e8res, einer Engl\u00e4nderin, die einen franz\u00f6sischen Marquis geheiratet hatte.<\/p>\n<p><em>Wenn Ihr weitere Details zum jakobitischen Spionagekrieg nachlesen m\u00f6chtet, empfehle ich das Buch &#8222;Jacobite Spy Wars&#8220; von Hugh Douglas (siehe Literaturhinweise).<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p>Zudem stand Gro\u00dfbritannien 1754 am Vorabend des Siebenj\u00e4hrigen Krieges (1756-1763), an dem alle damaligen europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte beteiligt waren, wobei es der britischen Krone und Frankreich vor allem um die Vorherrschaft und die Sicherung ihrer Anspr\u00fcche in den Kolonien Nordamerikas und Indiens ging.<br \/>\nInsbesondere im Ohio-Tal und in der kanadischen Provinz Akadien kam es bereits ab 1754 zu Gefechten und \u00dcbergriffen zwischen britischen und franz\u00f6sischen Kolonialisten, beide Seiten wurden von jeweils verb\u00fcndeten Indianerst\u00e4mmen unterst\u00fctzt. Ein franz\u00f6sischer Angriff auf das halb fertiggestellte Fort Prince George im April 1754 f\u00fchrte zu einem britischen Gegenschlag unter dem jungen Colonel George Washington (&#8222;Battle of Jumonville Glen&#8220;).<\/p>\n<p>In Europa bem\u00fchte sich \u00d6sterreich um eine Ann\u00e4herung an Frankreich, was den bisher bestehenden Allianzverh\u00e4ltnissen widersprach. Der im J\u00e4nner 1754 nach Paris entsandte kaiserliche Botschafter Graf von Starhemberg versuchte, \u00fcber die m\u00e4chtige M\u00e4tresse Madame de Pompadour den franz\u00f6sischen K\u00f6nig Louis XV im Sinne der Habsburger zu beeinflussen.<\/p>\n<p>Der <strong>Herzog von Newcastle, Thomas Pelham-Holles<\/strong>, seit dem Tod seines Bruders <a title=\"\" href=\"https:\/\/lisa-mcabbey.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/DukeOfNewcastle.jpg\" target=\"\" rel=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-192 alignright\" title=\"\" src=\"https:\/\/lisa-mcabbey.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/DukeOfNewcastle-251x300.jpg\" alt=\"DukeOfNewcastle\" width=\"133\" height=\"158\" srcset=\"https:\/\/lisa-mcabbey.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/DukeOfNewcastle-251x300.jpg 251w, https:\/\/lisa-mcabbey.com\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/DukeOfNewcastle.jpg 256w\" sizes=\"auto, (max-width: 133px) 100vw, 133px\" \/><\/a>im M\u00e4rz 1754 britischer Premierminister, galt als ein starker Bef\u00fcrworter des \u00f6sterreichisch-britischen B\u00fcndnisses. Geboren 1693 in London, begann er seine politische Karriere bereits in jungen Jahren, gef\u00f6rdert von Sir Robert Walpole. Er wird als gro\u00df gewachsen beschrieben, mit hoher Stirn und Hakennase, ein Hypochonder, der sich st\u00e4ndig um seine Gesundheit sorgte. Wegen seiner aufgeregten Gesch\u00e4ftigkeit hatten ihn Zeitgenossen mit dem Spitznamen &#8222;Hubble-Bubble&#8220; versehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span id=\"inserted5819\" class=\"fontplugin_fontid_34693_MTCORSVA\" style=\"font-size: 25px;\"><span id=\"inserted5019\" class=\"fontplugin_fontid_34693_MTCORSVA\" style=\"font-size: 25px;\"><span id=\"inserted256\" style=\"font-size: 25px;\"><span class=\"fontplugin_fontid_34693_MTCORSVA\" style=\"font-size: 25px;\"><strong style=\"font-size: 25px;\">Literaturhinweise<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Wenn Ihr an weiterf\u00fchrender Literatur interessiert seid, findet Ihr hier eine Auswahl der B\u00fccher und Dokumente, die ich bei meinen Recherchen f\u00fcr &#8222;Lady ohne Furcht und Tadel&#8220; (vormals: &#8222;Reise nach Edinburgh&#8220;) verwendet habe:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Jacobite Spy Wars &#8211; Moles, Rogues and Treachery<\/em>, Hugh Douglas, Sutton Publishing, 2000<\/li>\n<li><em>Dr. Johnson&#8217;s London &#8211; Everyday Life in London 1740-1770<\/em>, Liza Picard, Phoenix Paperback, 2000<\/li>\n<li><em>Daily Life in 18th-century England<\/em>, Kirstin Olsen, Greenwood Press, 1999<\/li>\n<li><em>R R Angerstein&#8217;s Illustrated Travel Diary, 1753-1755, Industry in England and Wales from a Swedish perspective<\/em>, translated by Torsten and Peter Berg, Science Museum, 2001<\/li>\n<li>The Gentleman&#8217;s Magazine and Historical Chronicle for the Year MDCCLIIII (volume XXIIII)<\/li>\n<li>The London Magazine or Gentleman&#8217;s Monthly Intelligencer for the Year 1754 (volume XXIII)<\/li>\n<li>Map of London, Westminster and Southwark by John Rocque 1746<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hintergrundinformationen Der historische Roman &#8222;Lady ohne Furcht und Tadel&#8220; (vormals: &#8222;Reise nach Edinburgh&#8220;) spielt im England des Jahres 1754, etwa acht Jahre nach dem verheerenden &#8222;Battle of Culloden&#8220;. 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